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Auf der folgenden Seite findet ihr verschiedene Artikel und Interviews aus verschiedenen Zeitschriften. Ich werde sie extra für euch abtippen und hoffe, das alles übersichtlich ist. Eventuell kommen jeweils noch die Scans des Originalen dazu, je nachdem wie ich Zeit finden werde.
Ich wünsch euch viel Spaß!
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~~CHO² Oktober/November 2006~~
www.visual-garden.de

KAGEROU
www.kagerou.jp
Interview mit Shizumi (Drums) und Yuana (Gitarre)

Zu Beginn eine Frage generell zur japanischen Sprache: Ich habe gehört, dass man 10 Jahre in der Schule das Schreiben und Sprechen lernt. Stimmt das?
-SHIZUMI: Ja, das stimmt. Das ist Pflicht! Das Gymnasium und die Universität muss man in Japan jedoch nicht besuchen. Wir beide haben jedoch Abitur und auch studiert!

Oh! Was habt ihr denn studiert?
-SHIZUMI: Also ich habe Kunst und Musik studiert.
-YUANA: Da ich eigentlich Lehrer werden wollte, habe ich viele verschiedene Fächer auf der Universität belegt.

Habt ihr auch andere Sprachen gelernt?
-YUANA: Ausländische Sprachen waren unter den zahlreichen Fächern nicht dabei.
-SHIZUMI: In der schulischen Laufbahn nicht. Aber ich lerne gerade die deutsche Sprache!

Shizumi, welchen Beruf hättest du ergriffen, wenn Kagerou nicht "dazwischen" gekommen wäre?
-SHIZUMI: Eigentlich habe ich Musik studiert, weil ich Pianist werden wollte. Hätte das nicht geklappt, wäre ich wahrscheinlich Musiklehrer geworden.

Und was hat dich am Klavier so fasziniert?
-SHIZUMI: Da meine Mutter Klavierlehrerin ist, habe ich ohne viel nachzudenken Klavier gespielt. Eigentlich habe ich immer nur für die Musik gelebt.

Das heißt, dass es bei dir vom Klavier zum Schlagzeug ging. Wie kam es zu diesem doch eher ungewöhnlichen Schritt?
-SHIZUMI: Das war Widerstand. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich gezwungen wurde, Klavier zu spielen. Da hat sich das Schlagzeug als komplettes Gegenteil angeboten.

Seid ihr jetzt glücklich damit, nun Rockmusiker zu sein?
-SHIZUMI: Ja. Jetzt kann ich die Musik, die ich sonst gern anhöre, selbst spielen. Und das bereitet mir immer und immer wieder große Freude.
-YUANA: Ja, auch ich bin sehr zufrieden mit meinem Beruf.

Gibt es für euch auch negative Seiten, die das Musikbusiness mit sich bringt?
-SHIZUMI: Seitdem wir auch im Fernsehen gezeigt werden, sollten wir bedauerlicherweise größere Städte meiden. Dort kommt es öfter vor, dass wir von Fans in Scharen erkannt werden!
-YUANA: Meine Freunde denken immer, dass ich reich bin. Deshalb rufen sie mich gern an und fragen, ob wir Essen gehen und nehmen dann an, dass ich die Rechnung bezahle.

Verdienen Musiker in Japan das gleiche Geld wie die Plattenfirmen und die Manager?
-SHIZUMI: Nein, das ist nicht möglich. Aber ich bin damit zufrieden, dass ich meine Musik spielen kann. Es ist nicht unser Job, uns um das Geld Gedanken zu machen. Das erledigen andere für uns. Ich mache aber auch nicht Musik, um viel Geld damit zu verdienen.

Wenn ihr euch heute die japanische Jugend anschaut, ist euch dabei aufgefallen, dass sie sich sehr verändert hat im Vergleich zu eurer Jugendzeit?
-SHIZUMI: Ich habe schon bemerkt, dass die Teenies anders sind wie wir damals. Die Sprache, die heute von der Jugend verwendet wird, ist ganz anders.
-YUANA: Das wiederholt sich immer wieder. Genau diese Leute werden das selbe über die nächste Generation sagen. Deshalb ist es für mich ganz normal.

Wenn man das erkennt, fühlt man sich dann selbst älter?
-YUANA: Darüber kann ich mir kein Urteil erlauben, denn ich fühle mich bis heute nicht erwachsen.
-SHIZUMI: Dem stimme ich voll zu.

Ich denke, ihr habt auch den großen Vorteil, dass ihr als Musiker so etwas wie Berufsjugendliche seid!
-SHIZUMI: Ich weiß nicht, ob uns die Musik jung hält. Wie alt würdet ihr uns denn schätzen?

Wir würden euch auf höchstens 25 Jahre schätzen. Eher 24 Jahre...
-SHIZUMI (schmunzelnd): Also, wir sind etwas älter...

Jetzt habt ihr uns neugierig gemacht! ^.~
-SHIZUMI: Ok, also ich bin 27 Jahre alt.
-YUANA: Ich bin 28 Jahre.

Shizumi, wir durften uns heute schon öfter von deinen Deutschkenntnissen überzeugen lassen. Wieso sprichst du so gerne unsere Sprache?
-SHIZUMI: Da ich mich gerade in Deutschland befinde, möchte ich mich auch gerne der Sprache widmen. Du findest schneller in das Herz deines Gegenübers, wenn du versuchst, die Sprache des jeweiligen Landes zu sprechen.

Und wenn ihr in Frankreich spielt, versuchst du dich dann auch in der französischen Sprache?
-SHIZUMI: Ja, "merci beaucoup". Ich finde aber die französische Sprache viel schwerer als die deutsche Sprache.

In Europa merkt man immer mehr die amerikanischen Einflüsse. Habt ihr diese Einflüsse auch in Japan?
-SHIZUMI: Ja, auch bei uns kommt es zu immer mehr Einflüssen aus dem Ausland. Ich weiß nicht, ob dies gut oder schlecht ist. Aber wäre von Europa oder Amerika nichts nach Japan gekommen, würde ich heute wahrscheinlich im Kimono und mit einer komischen Frisur hier am Tisch sitzen. Ebenso haben wir in Japan noch vor 100 Jahren so gut wie kein Fleisch gegessen. Deshalb finde ich ein wenig Einfluss aus anderen Ländern nicht schlecht. Stimmt es, dass euer Bundeskanzler eine Frau ist?

Ja, sie wurde mit sehr knapper Mehrheit gewählt...!
-SHIZUMI: Wer hat bei euch in Deutschland die Hosen an? Die Männer oder die Frauen?

Also wir Männer behaupten zwar immer, dass wir die Hosen an haben, aber insgeheim ist bei uns generell die Frau an der Macht. ^.~ (Gelächter)

Was ganz anderes: welche Getränke liebt ihr in Japan?
-Yuana: Ich trinke viel grünen Tee und viel Jasmin-Tee.
-SHIZUMI: Ich liebe kalten Kaffee.

Bei uns in Deutschland gibts es das Sprichwort: "Kalter Kaffee macht schön!"
-SHIZUMI: Bin ich etwa schön?

Möchtest du etwa, dass wir rot anlaufen? ^///^

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~~~under constructions~~~



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